Ergebnisse der Haushaltsbefragung

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Einkaufsverhalten und Wünsche zur Nahversorgung in Friedewalde

Friedewalde (kh). Vom 25. März bis zum 30. April 2015 erhielten alle Haushalte in Friedewalde einen Fragebogen zu ihrem Kaufverhalten, den der Arbeitskreis Dorfladen Friedewalde erarbeitet hatte. Die meisten Interviews wurden persönlich durch Mitglieder des Arbeitskreises geführt; einige Bürger füllten den Fragebogen selbst aus und schickten ihn zurück. Auf diese Weise gab es Rückmeldungen von 301 der geschätzten 600 Haushalte in Friedewalde. Von diesen 301 sagten 40 „kein Interesse am Dorfladen“ oder „möchte an der Befragung nicht teilnehmen“, so dass letztlich 261 ausgefüllte Fragebögen vorlagen.

Hier sind nun die Ergebnisse. Während 77% der Befragten meinen, dass sie derzeit in Friedewalde mit der Einkaufssituation des täglichen Bedarfes zufrieden sind, stimmen bei der Frage „Sollte es eine Einkaufsmöglichkeit/Nahversorgung für den täglichen Bedarf in Friedewalde geben?“ 88% zu. Gefragt danach, was beim Einkauf von Produkten des täglichen Bedarfs wichtig ist, stehen auf den ersten drei Plätzen: Qualität/ Frische, Sauberkeit und freundliches Personal. Weniger wichtig sind beispielsweise die Öffnungszeiten.

Von den befragten Haushalten würden 82% im Dorfladen Friedewalde bei entsprechendem Angebot regelmäßig einkaufen. Die Hitliste des gewünschten Sortiments führen an: Brot/ Backwaren, Milchprodukte und Obst/ Gemüse. Als zusätzlicher Service im Dorfladen werden am häufigsten von den Friedewaldern gewünscht: ein Café (mit Sitzmöglichkeit), ein Bürgerbüro und belegte Brötchen/ Snacks. Weit abgeschlagen findet man den Wunsch nach Kopierer/ Fax und Internetcafé.

Auf jeden Fall beweisen die Ergebnisse der Befragung, dass das Interesse für einen Dorfladen vorhanden ist. Dies sieht man vor allem an den Angeboten zur ehrenamtlichen Hilfe – sei es als Mitarbeiter im Arbeitskreis, als Helfer beim Ausbau des Ladens, als Mitarbeiter im laufenden Betrieb oder als Halter eines finanziellen Anteils. Das notwendige Eigenkapital für die Grundausstattung liegt bei den meisten Dorfläden zwischen 40.000 und 50.000 Euro. In der Haushaltsbefragung sind schon jetzt 15.000 Euro von 65 Personen angeboten worden, ohne dass Details zur Produktpalette genannt wurden oder eine genaue Berechnung vorliegt. Der Arbeitskreis ist daher zuversichtlich, dass die notwendigen Eigenmittel zusammenkommen, wenn das Konzept fertig ist und dieses den Dorfbewohnern vorgestellt wird.

Der Arbeitskreis Dorfladen Friedewalde dankt allen, die sich an der Umfrage zum Dorfladen beteiligt haben. Mit 50% erreichter Haushalte liegen wir sehr gut im Vergleich mit ähnlichen Befragungen, was dem großen persönlichen Einsatz der Mitglieder des Arbeitskreises anzurechnen ist.

Ermutigt durch die Ergebnisse macht der Arbeitskreis Dorfladen Friedewalde weiter. Ein Unternehmensberater soll nun die Wirtschaftlichkeitsberechnung durchführen. Diese Berechnung sowie die Ergebnisse der Haushaltsbefragung im Detail werden anschließend in einer öffentlichen Versammlung vorgestellt.

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